Natürliches Antibiotikum in unserem Schweiß

Bereits 2001 wurde folgendes am Universitätsklinikum Tübingen entdeckt: Der menschliche Schweiß beinhaltet ein antibiotisches Peptid, durch welches der Keimbefall der Haut reguliert wird. Das neu entdeckte Peptid Dermicidin gelangt durch die Schweißabsonderung auf die Haut wo es seine Abwehr gegen Bakterien entfaltet. Bisher war man davon ausgegangen, dass der leicht saure pH-Wert auf der Oberfläche der Haut für die Regulierung verantwortlich ist. Bereits bekannt war allerdings, dass solche antibiotischen Peptide sich bei Verletzungen oder Entzündungen freisetzen um die Infektabwehr zu stärken.
Das natürliche Antibiotikum, dass über den Schweiß auf die Haut gelangt, bestätigt die Beobachtung, dass Hautinfektionen vermehrt bei Personen auftreten, die sich häufig waschen und dadurch den antibiotischen Schutz zu stark reduzieren.

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